Studium und Verbleib der Bachelorabsolventen 2007/2008 der Universität Konstanz Katrin Auspurg, Holger Bargel, Thomas Hinz und Anne Pajarinen
Juli 2009 Abstract
Für die Universität Konstanz bedeutet die europaweite Reform der Studienstruktur neue Aufgaben und Anforderungen. Der Bachelor soll trotz einer Verkürzung der Regelstudienzeit einen berufsqualifizierenden Abschluss bieten und den erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Die internationale Mobilität ist durch die Umsetzung einheitlicher Strukturen und Qualifikationen zu erhöhen, sie gilt als zentraler Baustein bei der Schaffung eines europäischen Hochschulraumes. Andere Reformziele sind ein stärkerer Praxisbezug, eine höhere Interdisziplinarität sowie die gezielte Vermittlung von Schlüsselqualifikationen. Die Absolventenbefragungen der Universität Konstanz dienen vor allem dazu, den Bologna- Prozess durch die Bereitstellung von grundlegenden Informationen zu begleiten. Dabei geht es um eine statistische Beschreibung der Abschlusskohorte, eine rückblickende subjektive Bewertung des Bachelorstudiums und die Erfassung der weiteren Pläne nach Studienabschluss. Ein wichtiges Ergebnis der ersten beiden Befragungen lautete etwa, dass der Anteil von Absolventen, die sich unmittelbar für ein weiterführendes Masterstudium einschreiben, mit ca. 75 Prozent wesentlich höher ausfällt, als es die Planungen des Bologna- Prozesses vorsahen. Die rückblickende Bewertung des Studiums liefert überdies wichtige Informationen zu Verbesserung der Studienbedingungen.
Insgesamt 575 Absolventen haben 2007/08 einen Bachelorstudiengang an der Universität Konstanz abgeschlossen. Der überwiegende Anteil kommt aus der geisteswissenschaftlichen Sektion. An der vorliegenden Befragung haben 339 Bachelorabsolventen (61,2%) teilgenommen.
Studientempo: Die Bachelorabsolventen sind zum Ende ihres Studiums im Durchschnitt 25 Jahre alt und erreichen eine gute Abschlussnote (Notendurchschnitt von 1,98). Über die Hälfte (57%) hat für das Studium mehr Zeit benötigt als es die Regelstudienzeit vorsieht: Die mittlere Studiendauer liegt bei 6,8 Semestern, wobei es Anzeichen dafür gibt, dass sich dieser Wert in den nächsten Jahren noch etwas erhöhen wird.
Berufserfahrungen: Dieses Jahr gaben fast zwei Drittel der Bachelorabsolventen (64%) eine studienbegleitende Erwerbstätigkeit an. Insgesamt hatten von den befragten Bachelorabsolventen 6,5 % bereits vor dem Bachelorstudium eine Berufsausbildung.
Berufsbezug: 27 % beurteilen die Relevanz der Lehrinhalte für die berufliche Praxis mit gut bis sehr gut. Diese Beurteilung variiert jedoch stark nach dem jeweiligen Studienfach der Befragten, besonders zufrieden sind Politik- und Verwaltungsabsolventen: 37,6 % bewerten die Relevanz der Lehrinhalte für die berufliche Zukunft mit gut bis sehr gut, 75,6 % sehen eine gute bis sehr gute Verknüpfung der Lehrinhalte mit der aktuellen Forschung. Weniger zufrieden sind in diesen Bereichen die Geistes- und Sozialwissenschaftler.
Internationale Mobilität: 43 % waren während des Studiums aus studienbezogenen Gründen im Ausland. Die Auslandsaufenthalten variieren stark nach Fächergruppen. Als Vorbild können die Politik- und Verwaltungswissenschaftler mit 74,4 % (Auslandssemester 50% und sonstige Auslandsaufenthalte 24,4 %) und die Sprachwissenschaften mit 62,5% (Auslandssemester) angesehen werden.
Werdegang nach dem BA-Abschluss: Die überwiegende Mehrheit der Bachelorabsolventen wechselt nicht in das Beschäftigungssystem, sondern entscheidet sich für die Aufnahme eines weiterführenden Studiums (vgl. Abbildung 3-30). 71,9 Prozent der Absolventen geben an, bereits ein weiteres Studium begonnen zu haben, fast alle von ihnen (93,3%) einen Masterstudiengang. Zudem beabsichtigen 14,5 Prozent zu einem späteren Zeitpunkt weiterzustudieren. Ein starkes Motiv für ein Masterstudium, neben dem fachlichen Interesse, ist die Verbesserung der Berufschancen. Motive für den Einstieg in den Arbeitsmarkt sind der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und das Sammeln von Berufserfahrungen.
Bewertung des Berufseinstiegs von Seiten der Absolventen: Über ein Drittel von ihnen (36,8%) hat nach dem Bachelorabschluss zunächst ein Praktikum absolviert. Von den befragten Absolventen konnten 76,4% eine Erwerbstätigkeit vorweisen und somit Aussagen zur Gestalt des Berufseinstiegs machen. Die Streuung fällt mit einer Spannweite von 400 bis 3.800 Euro beachtlich aus, sie ist allerdings primär unterschiedlich hohen Erwerbsumfängen geschuldet (die vertraglichen Arbeitszeiten reichen von 15 bis 42,5 Stunden wöchentlich). Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen (44,8%) war vorher schon einmal bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt (zumeist in Form von Praktika). PDF zum Download Studienverlauf und Verbleib der Bachelorabsolventen 2006/2007 der Universität Konstanz Katrin Auspurg, Holger Bargel, Thomas Hinz und Anne Pajarinen
Juli 2008
Abstract
Die Einführung neuer Studienstrukturen im Rahmen des Bologna-Prozesses bewirkt eine Reihe von Veränderungen an Hochschulen und für die Studierenden. Unter anderem wurde die Regelstudienzeit bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss verkürzt und größeres Gewicht auf Praxisbezug und den Erwerb von Schlüsselqualifikationen gelegt. Die Umsetzung einheitlicher Strukturen und Qualifikationen soll auch die internationale Mobilität der Studierenden verstärken. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung unter den Bachelor-Absolventen des Studienjahres 2006/2007 (Grundgesamtheit: 415, Rücklaufquote: 56,1%), sowie auf den Prüfungs- und Studierendenstatistiken der Universität Konstanz. Die Absolventen des Studienjahrs 2005/06 wurden bereits im Vorjahr mit einem ähnlichen Instrument befragt.
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Studienverlauf und Verbleib der Bachelorabsolventen 2005/2006 der Universität Konstanz Katrin Auspurg, Ina Findeisen, Thomas Hinz und Helmut Salewski
März 2007 Abstract Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat zu einigen Veränderungen der Gestalt des Hochschulstudiums geführt. Unter anderem wurde die Regelstudienzeit bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss verkürzt und größeres Gewicht auf Praxisbezug und den Erwerb von Schlüsselqualifikationen gelegt. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung unter den Bachelor-Absolventen des Studienjahres 2005/2006 (Grundgesamtheit: 194, Rücklaufquote: 68,6%), sowie auf den Prüfungs- und Studierendenstatistiken der Universität Konstanz. PDF zum Download
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